Angesteckt? Erstdiagnose per Handy und Videochat

Heute wieder einen Artikel aus der gestrigen WAZ, den ich für wichtig halte:

Menschen scheuen den Weg in die womöglich überfüllte Arztpraxis – aus Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Der Telekommunikationskonzern Vodafone bringt deshalb eine Smartphone-Technik auf den Markt, die dem Arzt eine Erstdiagnose aus der Ferne erleichtern soll.

„Emergency Eye“ (Notfallauge) heißt das System, das Vodafone mit dem Start-up Corevas weiterentwickelt hat. Damit können Ärzte und Helfer während eines Anrufs direkt einen Videoanruf zum Patienten aufbauen – ohne App und unabhängig vom Typ des Smartphones, das der Anrufer nutzt. „Emergency Eye entlastet Ärzte, Helfer und Pfleger und hilft Infektionsketten zu unterbrechen“, sagte Hannes Ametsreiter, Deutschlandchef von Vodafone, unserer Redaktion.

Praxen, Krankenhäuser und Corona-Teststellen sollen das Notfallauge bereits in dieser Woche nutzen können. Vodafone betont, der Service sei während der Pandemie kostenlos. Bislang kam Emergency Eye vorrangig in Rettungsleitstellen zum Einsatz. Nun sollen es auch Menschen nutzen können, die mutmaßlich an Covid-19 erkrankt sind und Hilfe bei Ärzten, Kliniken oder Sichtungsstellen suchen.Visuelle Eindrücke wichtig

„Ein Bild sagt auf Anhieb mehr als tausend Worte“, erklärt Thomas Dilbens, Leiter der Rettungsleitstelle Rhein Kreis Neuss. Bei der Ersteinschätzung aus der Ferne seien visuelle Eindrücke besonders wichtig. Anhand der Bilder, aber auch des Gesprächs sollen Mediziner entscheiden können, ob eine Behandlung in der Praxis oder im Krankenhaus nötig ist und ob ein Corona-Test angezeigt ist. Sollten nach Einschätzung der Mediziner keine weiteren Untersuchungen notwendig sein, können Ärzte und Helfer Maßnahmen aus der Ferne einleiten und überfüllte Wartezimmer und unnötige Verlängerungen der Infektionsketten verhindern.

„Mit Emergency Eye erhalten Menschen in einer Notlage schnell die richtige Hilfe – und die Mediziner können in Notfällen sofort auf bestmögliche Informationen zugreifen“, meint Guenter Huhle, Gründer des Start-up Corevas, das die Technik entwickelt hat.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.